Standort 1
Pfad der Bachforelle
Deutsche Version
1. Projektinformationen
Lebende Juwelen unter der Wasseroberfläche des Böhmerwaldes
ÜBER DAS PROJEKT
Die Bachforelle (Salmo trutta) als Leitart der Gewässeroberläufe ist eine bedeutende Schlüsselart für die Stabilität der aquatischen Ökosysteme des Böhmerwaldes und eine wichtige Indikatorart für den ökologischen Zustand der Gewässer.
Mit einem kooperativen Monitoring der Forellenpopulationen beiderseits der Grenze im Böhmerwaldgebiet soll eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen und ein abgestimmtes, grenzübergreifendes Konzept zum Schutz natürlicher Forellen-Populationen entwickelt werden. Im Rahmen der geplanten Bestandserhebungen sollen der Zustand und die genetischen Herkünfte der verschiedenen Forellenpopulationen untersucht werden, um die einheimischen Populationen zu identifizieren, welche an die regionalen Umweltbedingungen am besten angepasst sind. Mit dem gemeinsam erarbeiteten, grenzübergreifenden Schutz-Konzept für die Bachforelle soll ein Beitragdazu geleistet werden, die Widerstandsfähigkeit der Populationen gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen und die aquatischen Ökosysteme für zukünftige Generationen zu erhalten.
PERLMUSCHEL-LARVEN
Die Larven der stark gefährdeten Flussperlmuschel durchlaufen in ihrer Entwicklung ein Stadium, in dem sie sich in den Kiemen der Bachforelle für einige Monate festsetzen. Die heimischen Forellenstämme sind für die Einnistung gewöhnlich am besten geeignet und daher von besonders großer Bedeutung für deren Fortbestand.
BACHFORELLE
Mittels Elektrobefischung wird die Dichte der Populationen erhoben. Die einzelnen Tiere werden vermessen, gewogen und deren Gesundheitszustand ermittelt.
GENETISCHE DIVERSITÄT
Die einheimischen Bachforellen könnten durch ihre regionale Anpassung über eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen verfügen. Daher ist die Identifizierung der genetischen Herkünfte der Forellenpopulationen von großer Bedeutung.
PROJEKTSTANDORTE
Über 150 Standorte beiderseits der Grenze werden mittels Elektrbefischung untersucht. Die zu befischenden Bachstrecken haben jeweils eine Länge von 100 m.
PARASITEN
Zu den typischen Parasiten der Bachforelle gehören parasitische Myxozoen und Amöben. Erstere können die Proliferative Nierenerkrankung hervorrufen und die Populationen schwächen.
eDNA
eDNA bedeutet Umwelt-DNA. Mittels Wasserproben werden DNA-Fragmente aus der Umwelt gewonnen. Anhand moderner Labormethoden werden die Proben dann auf das Vorhandensein von Parasiten in den Gewässern untersucht warden.
Laufzeit des Projekts: 01.09.2023 -31.08.2026
Projektbudget 1.436.936,25€


